PING the Future - a speculative card deck

Das Kartenspiel, das Menschen die Zukünfte zeigt, die in ihnen stecken.

Die Idee

Zukunft beginnt mit einem PING.

Wie wird aus einer wissenschaftlichen Methode ein Kartenspiel über Gesellschaft und Beziehungen? Und warum überhaupt ein Spiel? Die Idee hinter PING The Future startet bei einer einfachen Beobachtung darüber, wie Zukünfte entsteht.

Wir gestalten Zukunft - die ganze Zeit. In jeder Entscheidung, jedem Gespräch, jeder Beziehung. Wir können jedoch den Eindruck haben, der Zukunft passiv gegenüberzustehen, ohne zu bemerken, dass wir sie täglich beeinflussen. Das wollten wir ändern.

PING The Future baut auf einer ernst zu nehmenden qualitativen Forschungsmethode Methode auf. Speculative Design nutzt erfundene Szenarien, um über mögliche Zukünfte nachzudenken und verborgene Annahmen, Wünsche, Hoffnungen und Ängste sichtbar zu machen.

Klassisch baut man in solchen Szenarien ganze Welten. Bei PING The Future dreht sich alles um eine Person: Die Teilnehmenden charakterisieren eine Figur, die ihre Geschichten verbindet, und fragen, wie sie zu ihr und ihrer Gesellschaft stehen. So geht es nie vorrangig um Technik oder Objekte. Im Mittelpunkt stehen immer Menschen und ihre Beziehungen.

Das Spiel

Bereit für eine Runde PING The Future?

Es gibt viele Gedanken über die Zukunft, die nie zur Sprache kommen. PING The Future legt sie auf den Tisch. Drei Karten bilden die Basis für ein Szenario, sieben Minuten später erzählen alle ihre erfundene Geschichte dazu.

PING The Future ist ein Werkzeug für alle, die mit Gruppen arbeiten und aufdecken wollen, was unter der Oberfläche liegt.

Eine Runde beginnt mit drei Karten. Aus fünf Stapeln werden ein Zukunftsszenario (Setting), eine fiktive Person und ein Umfeld (Raum, Objekt oder Atmosphäre) gezogen. Sieben Minuten lang entwickelt jede und jeder daraus eine eigene Szene: Was passiert hier, was ist zu sehen, zu hören, zu spüren? Danach werden die Szenen in der Gruppe erzählt.

Verbunden sind sie durch die Person, die in jeder Geschichte vorkommt. Sie wird gemeinsam charakterisiert und ihre Stellung in der Gesellschaft wird besprochen. Daran schließt die entscheidende Frage an: Welche Rolle nimmt jede und jeder selbst ein, und wie wünschenswert ist diese Zukunft?

Für eine tiefgreifende Analyse wird die Diskussion aufgezeichnet, transkribiert, anonymisiert und ausgewertet.

In Unternehmen

Was bewegt ein Team von morgen?

In jedem Unternehmen gibt es Dinge, die alle spüren und niemand ausspricht. PING The Future legt sie auf den Tisch. In einem Workshop mit dem Kartenspiel als Tool erarbeitet eine Gruppe Zukunftsszenarien, die zeigen, worauf das Unternehmen zusteuert. Das bildet die Grundlage, auf der sich eine Strategie überhaupt entwickeln lässt.

Am Anfang jedes Transformationsprozesses steht die Frage, worauf ein Unternehmen überhaupt zusteuern soll. Wer das zu früh beantwortet, baut auf Annahmen, die niemand geprüft hat.

In einem PING The Future Workshop erarbeitet eine Gruppe gemeinsam spekulative Zukunftsszenarien. Was darin verhandelt wird, macht zweierlei sichtbar: was den Menschen wirklich wichtig ist und wo die Spannungsfelder zwischen Unternehmen und Umfeld liegen.

An den Tisch kommen Mitarbeitende, aber auch Partnerinnen und Partner und die Kundschaft.

Die Audiodatei des Workshops wird transkribiert, anonymisiert und analysiert. Aus ihr lässt sich ableiten, was der nächste Schritt braucht.

Coaches, Beraterinnen und Berater hosten den Workshop selbst. Auf Wunsch führt ihn auch das Team von PING The Future direkt im Unternehmen durch.

In der Forschung

Welche Zukünfte erwarten Menschen?

PING The Future als Erhebungsmethode hat sich aus der qualitativen Sozialforschung entwickelt. Die Karten bringen eine Gruppe ins Gespräch dazu sich über mögliche und wünschenswerte Zukünfte auszutauschen. Dieses kann aufgezeichnet, Die Audioaufzeichnung wird transkribiert, anonymisiert und inhaltsanalytisch ausgewertet werden.

Wer qualitativ forscht, sucht einen Zugang zu dem, was Menschen über Zukunft wirklich denken. PING The Future schafft ihn durch Worldbuilding: Das Spiel bringt eine Gruppe ins Gespräch über erdachte Szenarien und legt dabei offen, was sie bewegt und erhofft.

Kartenspiele als Methode gibt es in der Zukunftsforschung bereits, meist drehen sie sich um Objekte. PING The Future geht einen anderen Weg. Im Zentrum stehen eine Person und die Frage, wie die Teilnehmenden zu ihr und ihrer Gesellschaft stehen. So rücken Beziehungen in den Blick Fokus und mit ihnen deren soziale Dimension.

Der Unterschied zum Interview liegt in der Tiefe und der Überraschung. Im Spiel löst sich die Kontrolle über die eigenen Antworten, und in der inhaltsanalytischen Auswertung treten tieferliegende Muster und Glaubenssätze hervor.

In der Bildung

Wie können junge Menschen Zukünfte frei gestalten?

Besonders junge Menschen sind sich ihrer Handlungsmacht oft noch nicht bewusst. PING The Future macht Zukunft zu etwas, das sich gemeinsam denken lässt. Die Methode bringt eine Gruppe ins freie Gespräch über das, was kommt, und zeigt jeder und jedem, dass die eigene Zukunft gestaltbar ist.

Zukunft wirkt auf viele junge Menschen wie etwas, das ihnen passiert: zu groß und zu fern, um darauf Einfluss zu nehmen. PING The Future macht Zukunft zu etwas, das sich gemeinsam denken und gestalten lässt.

Für Lehrende und Bildungseinrichtungen ist die Methode ein Weg, ein Gespräch über Zukünfte anzuregen. Über erfundene Szenarien und Figuren entstehen Welten, in denen alle Stimmen Platz haben und niemand auf eine erwartete Antwort hinarbeitet. Besonders für politische Bildung oder Berufsinformation ist PING The Future ein wertvolles Tool.

Was bleibt, ist eine Erkenntnis über sich selbst. Teilnehmende sehen ein Stück klarer, wo sie stehen und was ihnen wichtig ist. Und vor allem: dass die eigene Stimme zählt. Dass Zukunft nicht von allein passiert, während man zusieht. Sie braucht Menschen, die sich einbringen und nicht warten, bis andere es tun.

Das Team

Die Menschen hinter PING The Future

Das Team von PING The Future: Pia Grumeth-Zechner, Ingo Fritsch und Sabrina Kusternik.

Hinter PING The Future stehen drei Menschen, die Lust haben, sich mit Zukünften auseinander zu setzen: Pia Grumeth-Zechner →, Soziologin und Designerin aus Graz, Ingo Fritsch →, Designer aus Salzburg und Sabrina Kusternik →, Strategin aus Wien.

Sie haben sich im Zuge des Förderprogramms we:transform der Kreativwirtschaft Austria kennengelernt. Dort sind auch die Idee und der erste Prototyp zu PING The Future entstanden.

PING mich!